Oscar 2012: Gewinner des Jahres im ausführlichen Bericht

00:59 Uhr
In fünf Minuten fängt die olle Annemarie von Pro Sieben an, die schönsten und hässlichsten Fummel der Oscar-Verleihung bzw. des roten Teppichs aufzuzeigen. Sie wird wohl versuchen, sich überall mit ihrem Mikro in die erste Reihe zu drängeln und irgendwelchen Stars irgendwelche Fragen zu stellen, die letztlich belächelt, wenn nicht gar ignoriert werden.
Zu diesem freudigen Anlass dachte ich mir also, ich könnt mich ja auch mal schick machen und mein Ballkleid aus Schulzeiten anziehen. Passt besonders gut zu den weißen Tennissocken und der Putz-Frisur. Mein Stil-Empfinden war schon immer von höchster Sorte.
Oha! Es geht los! Naja. Socken hat die Annemarie nicht an. Aber ihre Frisur sieht nicht wesentlich besser aus, als meine. Ich sehe gerade, die Annemarie wird den Stars keine doofen Fragen stellen. Steven Gätjen macht das, wie auch in den Jahren zuvor. Was wohl das geringere Übel ist…? Weiterlesen

Das große Helden-Aussterben – Whitney Houston

Nachdem mit Michael Jackson der männliche Held meiner Jugend und Kindheit gestorben ist, wurde nun verkündet, dass meine Heldin jener Tage ebenfalls das Zeitliche gesegnet hat.
Ich kann mich gut erinnern… es war vor 18 Jahren, Karneval in einer hessischen Grundschule. In jeder Schulklasse sollte eine Gruppe Schüler Beiträge für den Schülerwettbewerb vorbereiten. Der beste Beitrag einer jeden Klasse sollte dann in der Turnhalle vor all den anwesenden, desinteressierten Menschen, die alle nur darauf warteten, dass ihre Kinder sich vor den Eltern der anderen zum Löffel machten, vorgetragen werden.

Ich schnappte mir also meinen dicksten Dude aus dem Sandkasten, der mir den Kevin Costner spielen sollte. Seine Aufgaben waren simpel: In den Kommunionsanzug klettern und stilvolle Power Rangers Posen zum Besten geben.

Keine große Sache für einen Jungen Anfang der Neunziger.

Mit ihm zusammen wollte ich es zu glorreichen Ruhm bei der Mini-Playback-Show der Schule bringen. Mutti schmierte mir ein bisschen Schminke ins Gesicht, machte mir hübsche Löckchen in mein – unpassender Weise – blondes Haar und setzte mir einen schicken Hut auf. Ready for Recall – würde man heute sagen. Eigentlich hätte nichts schief gehen dürfen!

Ich saß vor der Horde an Klassenkameraden-Banausen auf einem hässlichen Holzstuhl und schmachtete, jammerte und heulte tonlos „I will always love you“ in mein unsichtbares Mikrophon, während der beanzugte Power-Ranger zu meiner Rechten mimisch und gestisch ein Maschinengewehr nachahmte. Lauter als die Musik, versteht sich. Und irgendwie schien er den Sinn des Films Bodyguard nicht gecheckt zu haben, weil ich glaube, er hat versucht, mich mit seinem unsichtbaren Gewehr abzuknallen.

Naja, es ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen. Weiterlesen