Notiz an mich selbst. #4 – Bewegungs-Verhältnisse

20150319_173129_HDRJa. Wandern.

Ich war kein Freund freiwilliger Bewegung, es sei denn, es erfüllte irgendeinen höheren Zweck. Wie etwa, um den Supermarkt zu erreichen, um mir ein leckeres Fertiggericht und eine Flasche Wein zu kaufen. Oder um ein notwendiges, öffentliches Verkehrsmittel zu erreichen. Oder betrunken in der Disko zu tanzen.

Eigentlich fallen mir ziemlich viele Gründe ein, um mich – wenn auch mäßig motiviert – in Bewegung zu versetzen. Aber Wandern? Simples losstapfen, mit dem Ziel, nach einigen anstrengenden Stunden wieder da anzukommen, wo man losgelaufen ist? Wieder am Ausgangspunkt ankommen und sich genügsam auf die Schulter klopfen, weil man wie ein Hamster im Kreis gelaufen ist? Dafür gibt’s Ring- und Spielzeugeisenbahnen.

Irgendwie unproduktiv. Und sinnlos auch. Könnte es ja noch verstehen, wenn ich loslaufe, um am Ende ein saftiges Schnitzel zu bekommen, oder eine Truhe voll Geld. Soll jetzt nicht ganz so selbstsüchtig erscheinen, wie es vermutlich klingt. Ich würde selbstverständlich auch loslatschen, um mir geliebte Personen aus irgendeiner Patsche zu befreien. Aber… Laufen um des Laufens willen? Really? Weiterlesen