Die Ruhe vor dem Sturm

Manchmal steht man morgens auf – und dann passiert sowas. Es kann vorkommen, dass man aufsteht und plötzlich alles anders ist. Mir ist das passiert. Seit ich denken konnte, war mein Leben ein Schlachtfeld. Oder ein Kreuzzug. Zumindest kann ich mich an nur wenige Tage meines Lebens erinnern, an denen ich nicht kämpfen musste. Kämpfen war ohne Frage fester Bestandteil meines Lebens. Und Feinde und Gegner gab es freilich mehr als genug. Irgendwas oder irgendwer war ja immer bestrebt, es einem so schwer wie nur irgendwie möglich zu machen. Gesundheit, Geld, Arbeit, Zeit, Menschen – irgendwer hatte es immer auf einen abgesehen. Weiterlesen

Advertisements

Großstadt-Horror

11245533_10205810999408261_8684280114296789238_nEigentlich sollte es ja als höchst löblich gelten, wenn man in seiner Freizeit gewisse Strecken zu Fuß und nicht mit einem fahrbaren Untersatz absolviert. Zum Beispiel, wenn man sich eines Samstagmittags auf den Weg ins Fußball-Stadion macht. Gut gut, der Spaziergang diente nicht in erster Linie der körperlichen Ertüchtigung – eigentlich streikten die Mitarbeiter der Bahn mal wieder. Also einfach mal das Beste aus der misslichen Situation machen und das Gute sehen. So blieb wenigstens genügend Zeit, sich auf ein bestimmtes, alkoholisches Level hochzuarbeiten, um sich dem typischen Fußballfan-Klischee anzupassen. Also: Kaltes Bierchen in der einen, Glimmstängel in der anderen Hand und an der Seite dreier tapferer Mitstreiter durch das wohl eintönigste Gebiet Berlins – auch Biesdorf Süd genannt – gestapft. Weiterlesen